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Wacholderbeeren - gut für die Verdauung, gut für die Harnwege


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In unserer Küche finden wir jede Menge Gewürze. Gerade jetzt im Winter kommen Wacholderbeeren, Piment, Nelken, Kümmel viel zum Einsatz. Sie runden unsere Gerichte ab. Sie finden in Braten, Suppen, Eintöpfen und Gulasch ihre Verwendung. Als Geschmacksgeber, aber auch um unser Essen verdaulicher und bekömmlicher zu machen. Und nebenbei hat jeder dieser Gewürze noch ein erstaunliches Repertoire an Heilwirkungen zu bieten.

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) – auch Feuerbaum, Jachelbeerstrauch, Knirkbusch, Krametbaum oder Wachandel genannt – gehört zur Familie der Zypressengewächse und wächst als Baum oder Strauch mit immergrünen, nadelförmigen Blättern. Säulenartig steht er als Zierpflanze in vielen Gärten. Aus seinen weiblichen Blüten bilden sich grüne, beerenförmige Zapfen, welche erst nach zwei oder drei Jahren reifen und eine bläulich-schwarzbraune Farbe annehmen. Die unter dem Namen Wacholderbeeren bekannten Früchte sind genau genommen botanisch keine Beeren, sondern Zapfen. Aber das nur nebenbei. Die Beeren werden geerntet wenn sie reif sind, werden getrocknet oder gleich zu Tinkturen verarbeitet.

Der Wacholder wirkt antibakteriell, blutbildend, blutreinigend, entschlackend, durchblutungsfördernd, harntreibend, kreislaufstärkend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweißtreibend, stoffwechselanregend und verdauungsregulierend. Deshalb werden die Beeren schon seit Jahrtausenden gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Dazu gehören Mundgeruch, Verdauungsprobleme, Sodbrennen, Blasenentzündungen, Husten, Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen, Rheumatische Erkrankungen und Muskelverspannungen, sowie zur Ausleitung und Entgiftung der Nieren und der Leber.

Wacholder kann auf vielfältige Art zubereitet werden, beispielsweise als Dampfbad, welches aus ätherischem Wacholderöl und aufgekochtem Wasser hergestellt wird, als Sirup, Tee und Tinktur. Aber die einfachste Anwendung ist wohl das Kauen der getrockneten Beeren oder eben das Würzen mit diesen.

Der Wacholder galt bereits bei den Ägyptern als wichtige Heilpflanze. Im Mittelalter wurde er bei ansteckenden Krankheiten verräuchert, da sein Rauch die krankmachenden Dämonen vertrieb. Aus dieser Zeit stammt auch sein Ruf als Schutzbaum und sein Rauch galt als Schutz vor Ansteckung in den Pestzeiten. Bis in die Neuzeit hinein wurden in der Schweiz und in Frankreich Krankenhäuser mit Wacholderrauch desinfiziert. Heute weiß man, dass er ganz stark keimtötende und abwehrsteigernde Kräfte besitzt.

Und wer gerade in den Wintermonaten in einer der endlosen Erkältungsschleifen steckt, kann sich die Wirkung des Wacholderrauches zunutze machen und seine Zimmer mit den Nadeln und Beeren ausräuchern.

Sollten sie Wacholderöl äußerlich anwenden, z.B. bei Muskelschmerzen dann machen sie das niemals pur, da Wacholderöl reizend auf die Hut wirkt. Geben sie für die äußerliche Anwendung 3-5 Tropfen Wacholderöl zu etwa 10ml eines Trägeröls (zum Beispiel Jojobaöl) und tragen sie es dann auf. 

 

 

Grundrezept für Wacholderbeeren-Tee

Übergießen Sie 1 TL getrocknete, zerdrückte Wacholderbeeren mit 250 ml kochendem Wasser zur Entgiftung der Nieren und der Leber. Lassen Sie den Tee 10 Min. zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie zur Entschlackung 3-mal täglich eine Tasse frischen, ungesüßten Tee.

Bei Husten fügen Sie Honig hinzu oder wenden den ungesüßten Tee als Dampfbad an. Überbrühen Sie dazu 4 TL Beeren mit 1 l Wasser und inhalieren Sie den Dampf unter einem Tuch etwa 5 Min. lang.

 

Für einen Wacholderbeersirup:

100 g zerdrückte Früchte mit 400 ml kochendem Wasser übergießen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Tag langsam erhitzen und kurz aufkochen lassen. Anschließend abseihen, noch einmal zum Kochen bringen und mit Honig süßen. Bei Husten gibt man Kindern 2 TL pro Tag, Erwachsene nehmen 4 TL pro Tag.

 

Bittertropfen gegen Appetitmangel

Diese Tropfen bringen Ihre Verdauungssäfte zum Fließen und verhindern Blähungen:

Füllen Sie 20 g Wacholderbeeren, 20 g Engelwurz, 10 g Kalmus, 10 g gelben Enzian und 20 g kleingeschnittene, ungespritzte Orangenschale in eine durchsichtige Flasche.

Füllen Sie so viel 40 %-igen Alkohol hinzu, dass die Flüssigkeit 2 cm über den Kräutern steht.

Lassen Sie die Mischung 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Bitte jeden Tag das Glas einmal gut schütteln!

Seihen Sie die Tinktur durch ein Sieb in eine dunkle Flasche ab und nehmen Sie 20 bis 30 Tropfen mit etwas Wasser vor dem Essen ein.

 

Mein besonderer Tipp- Wacholderkur zum Entschlacken

Zerkauen Sie am ersten Tag eine getrocknete Wacholderbeere, bis sie leicht süßlich schmeckt, und schlucken Sie diese dann. Steigern Sie die Beerenanzahl um je eine Beere bis zu 10 Beeren pro Tag und „gehen Sie dann rückwärts“. Beenden Sie die Kur also folglich am 20. Tag wieder mit einer Beere.

Probieren Sie es aus, die Berren schmeckt weitaus besser als Sie denken. Diese Kur eignet sich auch sehr bei Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und Sodbrennen.

 

Sebastian Kneipp hat gesagt: "Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen."

 

Ich wünsche Ihnen für 2018 viel Schaffenskraft, Gesundheit und Zeit für Körper, Geist und Seele.

Ihre Sylvia Gropp

 

Bitte beachten: Die regelmäßige Einnahme von Wacholderextrakten sollte nicht länger als 6 Wochen dauern und auch während einer Schwangerschaft und bei Nierenerkrankungen sind Wacholderbeerkuren nicht geeignet.